13.08.2021, von Matthias Schneider

Fachgruppe Räumen von Fluthilfe-Einsatz in Rheinland-Pfalz zurückgekehrt

Das mittlerweile dritte Fluthilfekontingent des THW Friedrichshafen ist am Wochenende nach neun Tagen an den Bodensee zurückgekehrt.

Die vier ehrenamtlichen Helfer der Fachgruppe Räumen sind mit Radlader, Kipper und Mannschaftstransportwagen (MTW) ins Ahrtal ausgerückt, um dort kritische Infrastruktur wieder herzustellen, Gefahren zu beseitigen und letztlich den betroffenen Anwohnern unmittelbar und individuell zu helfen. Geplant war, den Häfler Radlader abwechselnd durch die beiden Bergungsräumgerätefahrer zu bedienen, da ihnen der Einsatz im Katastrophengebiet eine hohe Konzentration und sehr sorgfältiges Arbeiten abverlangt. Nachdem aber ein Bagger des THW aus Bayern vorübergehend ohne eigene Bedienmannschaft bereitstand, setzen die THWler vom Bodensee die meiste Zeit beide Baumaschinen und den Kipper zeitgleich ein. Durch den modularen Aufbau der THW-Fachgruppen werden die Fahrzeuge bundesweit weitgehend einheitlich beschafft und können insofern auch von Personal aus anderen Standorten bedient werden.

Nach der abendlichen Lagebesprechung an der Einsatzstelle wurden die Bergungsräumgeräte aus Tankwagen der Bundeswehr betankt und samt Anbaugeräten für den Folgetag vorbereitet bzw. an neue Einsatzstellen verlegt oder kleinere Defekte repariert. Mit dem MTW ging es dann spät abends zurück ins Basislager am rund 20 Minuten entfernten Nürburgring, in den sogenannten Bereitstellungsraum. Dort übernachten die Einsatzkräfte in großen Zeltcamps, können duschen und werden verpflegt. Aber auch Reparaturen an den Fahrzeugen oder dem eingesetzten Gerät sind möglich, ebenso das Waschen der meist ziemlich verdreckten und kontaminierten Einsatzbekleidung.

Am nächsten Morgen ging es kurz nach Sonnenaufgang, versorgt mit Lunchpaketen für den Tag, zurück an die Einsatzstelle. Gemeinsam mit anderen THW-Ortsverbänden wurden mehrere Lkw-Zufahrten eingeebnet und befestigt, außerdem bei der Errichtung eines provisorischen Trinkwasserspeichers unterstützt. Mehrere Brücken mussten gesichert werden. Mit Kettensägen, Baggern und Radladern wurden Zuflüsse zur Ahr von Unrat und Schwemmgut befreit, um ein Aufstauen des Wassers bei weiteren Regenfällen zu verhindern.

Die letzten drei Tage galt es für die Hilfskräfte aus Friedrichshafen, zusammen mit einem größeren Feuerwehrkontingent aus Brandenburg, die Anwohner bei der Beräumung ihrer Häuser zu unterstützen und rund 780 Kubikmeter Bauschutt bzw. Müll vorsortiert zu verladen und gemeinsam mit Bundeswehr-Pionieren und Feuerwehr auf verschiedene Deponien im Umkreis abzufahren.

Ein besonderer Dank den Helfern, aber auch den Arbeitgebern und Familien, ohne deren Unterstützung ein solcher Einsatz kaum möglich ist. Weiterhin steht der THW Ortsverband Friedrichshafen bereit, wenn es darum geht, Hilfe zu leisten: sei es hier im Bodenseekreis oder anderswo in Deutschland oder auf der Welt.


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