Sigmaringen, 18.08.2020, von Laura Bellut

Transport von Jodtabletten

Am 18.08.2020 transportierte der THW OV FN im Auftrag des Regierungspräsidiums Tübingen für den Bodenseekreis Jodtabletten nach Friedrichshafen.

Die Einnahme von Jodtabletten stellt eine Schutzmaßnahme bei einem schweren Unfall in einem Kernkraftwerk dar. Tritt bei einem solchen Unfall radioaktives Jod aus dem Kraftwerk aus, kann dieses durch Einatmen in den Körper aufgenommen und in der Schilddrüse gespeichert werden. Die Folge kann die Entwicklung eines Schilddrüsenkrebses sein.

Um die Bevölkerung in diesem (unwahrscheinlichen) Szenario schützen zu können, verteilen die Katastrophenschutzbehörden im Ernstfall unter anderem spezielle Jodtabletten. Werden diese rechtzeitig eingenommen, sättigt sich die Schilddrüse bereits mit dem „guten“ nicht-radioaktiven Jod und ist für die Aufnahme des „schlechten“ radioaktiven Jods durch Einatmen blockiert – was als „Jodblockade“ bezeichnet wird. Das Risiko an Schilddrüsenkrebs zu erkranken, kann auf diese Weise gesenkt werden.

Weitere Informationen zu Jodtabletten können unter https://www.jodblockade.de/ nachgelesen werden.


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